Bertelsmann

Die Tradition partnerschaftlicher Unternehmenskultur weiterentwickeln

Der Medienkonzern aus dem nordrhein-westfälischen Gütersloh mit mehr als 76.000 MitarbeiterInnen weltweit, blickt auf eine lange Tradition in Sachen "Partnerschaftlicher Unternehmenskultur" und betrieblicher Gesundheitspolitik zurück.

Nicht erst die Unterzeichnung der "Luxemburger Deklaration" verleiht dem ganzheitlichen Bertelsmann-Verständnis von Unternehmensgesundheit Gesicht.
Bereits in den 50er und 60er Jahren wuchs im Hause Bertelsmann eine Unternehmenskultur heran, die von Qualifikation, Motivation, Identifikation und Verantwortlichkeit der MitarbeiterInnen geprägt war. Schon 1960 verpflichtete man sich in einer "Unternehmensverfassung" einem Leitbild, das auch ein gemeinsames Verständnis von "Partnerschaft" als Grundwert definierte.

Ziel war es bereits damals, eine Arbeitsatmosphäre zu schaffen, in der der Einzelne sich mit seiner Arbeit und dem Unternehmen identifiziert, Kreativität in einem angstfreien, fehlertoleranten Umfeld entwickelt, sich möglichst weitgehend entfalten kann und Erfolgserlebnisse für sich (und das Unternehmen) erzielt.

Dabei ist Bertelsmann überzeugt, dass ein solches partnerschaftliches Umfeld zugleich in bestmöglicher Weise der Gesundheit dient, da so  psychische Belastungen verringert werden, deren Folgen ansonsten mit späteren "therapeutischen Maßnahmen" abgebaut werden müssten.

Während das Unternehmen in mehr als 40-jähriger bewährter Zusammenarbeit mit der Bertelsmann BKK für die MitarbeiterInnen konkrete Hilfen zur gesünderen Lebensführung anbietet (z.B. diverse Präventions- und Screeningprogramme), verliert man hier nicht den Blick für erfolgssichernde Instrumentarien und entsprechende Organisation: Neben einem Konzernsteuerkreis Gesundheit ist gerade mithilfe verschiedenster Informations-, Gesprächs- und Feedbackinstrumente ein organisatorischer Rahmen entstanden, der gewährleistet, dass die Führungs- und Partnerschaftsprinzipien in der Praxis auch gelebt werden.

Als Beispiel kommt bei Bertelsmann der regelmäßigen Mitarbeiterbefragung eine zentrale Bedeutung zu. Dass die Mitarbeiterbefragung seit 2001 weltweit durchgeführt wird und auf die Fragen  zur Unternehmenskultur abgestimmt ist, hat nicht nur damit zu tun, dass der Bertelsmann-Konzern mit einer Vielzahl von selbständigen Unternehmen (Profit Center) weltweit dezentral organisiert ist. Bertelsmann setzt im besonderen auf eine konzernweite Lernkultur.

Ein neuartiges "Lern- und Berichtssystem zur Entwicklung der Unternehmenskultur" (Learning & Reporting System on Corporate Culture) wurde als Selbstregelsystem im Bertelsmann-Konzern ins Leben gerufen, um somit einen Prozess des Dialoges und des gegenseitigen Lernens zu initiieren und die Unternehmenskultur des Konzerns kontinuierlich umzusetzen und weiter voranzutreiben.

Im Mittelpunkt steht der Bertelsmann-Kultur- bzw. Partnerschaftsindex, der mit seinen 8 Dimensionen wie z.B. gemeinsame Werte und Ziele, Delegation, Führung, Information/Kommunikation, Partizipation und Personalentwicklung konzernweit erhoben wird. Die Ergebnisse lassen konzerninterne Good-Practice-Beispiele erkennen, die in einem gezielten weltweiten Informations- bzw. Know-How-Transfer für alle Unternehmensleitungen die Möglichkeit eröffnen, neue Erkenntnisse darüber zu erhalten, was andere Bertelsmann-Firmen bereits erfolgreich einsetzen.

Erst die Verbindung mit der Bewertung durch die MitarbeiterInnen gibt jedoch Auskunft über die eigentliche Effizienz der gewählten Maßnahmen und Instrumente. Im Rahmen dieses Regelsystems bietet die ergänzende Mitarbeiterbefragung zu Themen wie z.B. Autonomie am Arbeitsplatz, Gesundheit und Zufriedenheit der MitarbeiterInnen und Fragen zur Arbeitsgestaltung die regelmäßige Chance, Schwachpunkte aufzudecken und Maßnahmen zu ihrer Behebung vorzuschlagen.

Die Investitionen in die "partnerschaftliche Unternehmenskultur" zahlen sich schon heute für Bertelsmann aus:
Neueste Untersuchungen konnten den Zusammenhang zwischen dem Kulturelement Mitarbeiteridentifikation und den wirtschaftlichen Ergebnissen der Bertelsmann-Unternehmenseinheiten belegen. Die Konzernfirmen, die eine hohe Mitarbeiteridentifikation aufweisen, zählen auch zu den wirtschaftlich Erfolgreichen.

"Partnerschaft – Identifikation – Erfolg" bildet ein fundiertes Argument für die Kulturentwicklung bei Bertelsmann als Win-Win-Situation für die MitarbeiterInnen und das Unternehmen.

 
"Mithilfe der Unternehmenskultur werden die Lernmöglichkeiten unserer Zeit am besten genutzt, weil diese - aufbauend auf der Identifizierung der Mitarbeiter - das Prinzip der Verantwortungsdelegation weitgehend zur Anwendung bringen kann. Nicht nur der Vorstand nimmt so den Freiraum für Entscheidungen in Anspruch, sondern auch die Mitarbeiter und die Führungskräfte auf der mittleren Ebene. In allen Bereichen des Unternehmens oder des Staates muss nach besseren Lösungen gesucht werden, und das kann keine Führungstechnik besser bewältigen als die Unternehmenskultur!"

Reinhard Mohn, Gesellschafter der Bertelsmann Verwaltungsgesellschaft und Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats der Bertelsmann AG


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