Volkswagen

Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit erhalten und fördern

Die Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit der MitarbeiterInnen zu erhalten und zu fördern ist eine soziale Verpflichtung und ökonomische Notwendigkeit. Damit verbundene Maßnahmen tragen obendrein dem demografischen Wandel in der Arbeitswelt Rechnung, indem sie ältere MitarbeiterInnen mit gesundheitlichen Einschränkungen eine ihnen angemessene Beschäftigung erlauben.

Gesundheitsschutz und -förderung sind in der Volkswagen AG prospektiv ausgerichtete und nachhaltig wirksame Instrumente der Personalpflege sowie der Personal- und Organisationsentwicklung.

MitarbeiterInnen, die infolge einer Krankheit oder eines Unfalls in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt sind, werden nicht aus dem Arbeitsprozess ausgeschlossen, sondern vielmehr unter Berücksichtigung ihres individuellen Leistungsvermögens systematisch in den Arbeitsprozess integriert. Mit den betroffenen MitarbeiterInnen wird ein individuelles Wiedereingliederungs- und Förderungskonzept erstellt.

Im Rahmen der "Klinikassoziierten Arbeitsmedizin" beginnt der Rehabilitationsprozess bereits im Akutkrankenhaus – mit dem Ziel der optimalen Reintegration in das Arbeitsleben. Dazu tragen intensive Kontakte des betrieblichen Gesundheitswesens mit  Rehabilitationseinrichtungen und die Begleitung durch einen Arbeitsmediziner bei. In betrieblichen Trainingszentren ("Gesundheitsparks") werden MitarbeiterInnen betreut, die sich in Rehabilitation oder in physiotherapeutischer Behandlung befinden. Für Beschäftigte, die aus medizinischer Sicht rehabilitationsfähig und entsprechend motiviert sind, bestehen verschiedene Möglichkeiten der Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess. Priorität hat der Einsatz im bisherigen Tätigkeitsbereich. Ist dies nicht realisierbar, wird der Arbeitsplatz durch ergonomische Maßnahmen umgestaltet oder es erfolgt eine innerbetriebliche Umsetzung auf einen geeigneten Arbeitsplatz. Ist zunächst nur eine stundenweise Wiedereingliederung möglich, werden die MitarbeiterInnen durch dosierte, allmähliche Steigerung der täglichen Arbeitszeit unter arbeitsmedizinischer Betreuung an die frühere Arbeit herangeführt.

Im Volkswagenwerk Wolfsburg gibt es bereits seit 1973 ein Rehabilitationszentrum, in dem besondere Produktionsmerkmale gelten: individuell angepasste Stückzahlen, dem Rehabilitationsfortschritt entsprechend variierende Arbeitsinhalte, ergonomisch gestaltete Einzelarbeitsplätze und Teilnahme am Rehabilitationssport während der Arbeitszeit. Hinzu kommen das Erlernen von Entspannungstechniken sowie verhaltenstherapeutische Angebote. Für MitarbeiterInnen mit arbeitsmedizinisch festgestellten Leistungseinschränkungen, die einen Verbleib im alten Arbeitsbereich unmöglich machen, ist am Volkswagenstandort Wolfsburg das Konzept »WORK2WORK« (W2W) entwickelt worden. Die MitarbeiterInnen werden in speziellen Bereichen gesundheitsadäquat und wertschöpfend eingesetzt. Die Reintegrationsmaßnahmen führen bei den betreffenden Beschäftigten zu erhöhter Leistungsfähigkeit und -bereitschaft und verbessern deren Gesundheitsstand deutlich.

 


"Kreative, motivierte und engagierte Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital, über das ein Unternehmen verfügt, und damit ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Erfolgreiche Unternehmen beziehen ihre Stärke, Innovationskraft udn Dynamik von ihren leistungsfähigen Mitarbeitern. Ein Unternehmen kann immer nur so gesund und leistungsfähig sein, wie es seine Mitarbeiter sind."

Dr. Bodo Marschall, Leiter Gesundheitswesen, Volkswagen AG


nach oben    Seite drucken