
Mehr denn je müssen sich Unternehmen heute mit Fragen der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben (Work-Life Balance) auseinandersetzen.
Das Arbeitsangebot an hochqualifizierten Nachwuchskräften wird immer kleiner. Gleichzeitig zielen die Lebensentwürfe von immer mehr LeistungsträgerInnen auf eine persönliche Entfaltung auch außerhalb des beruflichen Umfeldes ab. "War of Talents" und gesellschaftlicher Wertwandel führen gemeinsam dazu, dass Unternehmen das Erreichen von betrieblichen und individuellen Zielen in eine neues Gleichgewicht bringen müssen. Welche Strategien bieten sich hierfür an?
Die Bereitstellung externer Unterstützungsangebote (wie z.B. Kinder- und Seniorenbetreuung) reicht nicht aus, um den neuen Herausforderungen gerecht zu werden. Work-Life Balance baut auf eine förderliche Unternehmenskultur: eine Politik der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben wird auf allen Unternehmensebenen unterstützt und als integrierender Bestandteil des Managements mit klaren Zielvorgaben betrachtet und kommuniziert.
In der Umsetzung berücksichtigt sie Gesichtspunkte wie Arbeitszeit, Arbeitsabläufe und -inhalte, Arbeitsumgebung, Informations- und Kommunikationspolitik, Führungs- und Personalentwicklung sowie Vergütungssysteme.
Konsequenzen für die Praxis
Der Erfahrungsaustausch zu Fragen der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben im EfH-Netzwerk läßt sich wie folgt zusammenfassen:
"Forschungsergebnisse belegen eindeutig, dass eine Politik der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben Auswirkungen auf die Bindung an das Unternehmen, die Motivation und Produktivität der Mitarbeiter hat."
Gisela Erler, pme Familienservice GmbH, Berlin
(Keynote Speaker/Themenexpertin der EfH-Sitzung "Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben/Work-Life Balance", 15. - 16. April 2002, London)
Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und anderen Lebensbereichen
Auszug aus der EfH-Broschüre "Guide to Best Practice"
(PDF, Status Oktober 2005)

EfH Practice:
E.ON Ruhrgas - Mit familienbewusster Personalpolitik den Mensch in den Fokus rücken
Auszug aus der EfH-Broschüre "Guide to Best Practice"
(PDF, Status Oktober 2005)
